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Geschichte der Kirche

Die Pfarrkirche von Bad Gams ist dem Hl. Bartholomäus geweiht. Sie ist 1165 erstmals genannt. 1660 wurde sie durch einen Brand stark beschädigt und danach eine Notkirche errichtet. 1727-1735 wurde das Kirchengebäude durch Sebastian Tengg (Dengg) neu errichtet, die Vollendung dieses Baues erfolgte erst 1747. Außenrestaurierungen erfolgten 1912 und 1961–1965, Innenrestaurierungen 1836, 1877, 1886, 1913 und 1969.

Der Turm steht auf Grundmauern aus der Romanik. Die beiden unteren Geschoße des Turmes stammen aus der Gotik, er wurde 1755 erhöht. 1868 wurde das barocke Zwiebeldach des Turmes durch ein pyramidenförmiges Dach ersetzt. Dieser Turmhelm wurde 1972 restauriert. Das erste Geläut des Turmes bestand aus zwei Glocken aus dem Jahr 1515. Eine weitere Glocke stammte aus dem Jahr 1551. Die Glocken mussten 1916 abgeliefert werden, ein neues Geläut wurde 1922 eingeweiht, es musste 1941 neuerlich abgeliefert werden. Die neuen Glocken wurden nach 1945 eingeweiht. Kirchweihfest ist der letzte Sonntag im Oktober: am 22. Oktober 1534 war die Kirche nach einer Zerstörung durch die Türken neu geweiht worden, am 30. Oktober 1735 erfolgte die Einweihung des Neubaues nach dem Brand 1660.

Der Altaraufbau am Hochaltar der Kirche wurde um 1775 errichtet. Die Statuen stammen aus der Werkstatt von Veit Königer, das Altarblatt zeigt den Hl. Bartolomäus und ist signiert mit „Anton Jantl pinxit 1776“. Seitenaltäre sind der Marienaltar (Altaraufbau 1765–1775, renoviert 1913), der Kreuzaltar (1735 statt eines Isidor-Altares) und der Angst-Christi-Altar (1735). Die Kanzel stammt aus der Zeit nach 1740, die drei Seitenaltäre aus der Mitte des 18. Jahrhunderts, der Tabernakel vom Ende des 19. Jahrhunderts. Altartisch, Ambo, Osterleuchter und Taufstein gehören zur Umgestaltung der Kirche 1971.