Was uns wichtig ist…
…in der pädagogischen Begleitung von Kindergartenkindern
Die ersten sechs Lebensjahre sind für die Gesamtentwicklung des Menschen von entscheidender Bedeutung.
Sehr oft macht das Kind im Kindergarten die ersten Erfahrungen außerhalb der Familie. Hier erlebt es eine neue Gemeinschaft, die ein zusätzliches Fundament für soziale Kompetenz, für Kommunikationsfähigkeit und Konfliktbewältigung ist.
Für uns ist jedes Kind eine eigenständige Persönlichkeit auf die wir immer wieder neu eingehen.
Unser besonderes Bemühen ist es, eine liebevolle Beziehung zu den Kindern aufzubauen - denn nur durch Beziehung ist Erziehung möglich.
Wir schätzen Kinder als eigenständige Persönlichkeiten, die wir durch unsere Erziehungsbegleitung unterstützen möchten, damit sie zu aufgeschlossenen, dynamischen, kreativen und sozialen Menschen heranreifen können.
Durch eine entspannte, vorbereitete Umgebung und einen strukturierten Tagesablauf (Regeln und Rituale) kann das Kind Vertrauen, Sicherheit und Orientierung entwickeln. Dies ermöglicht eine praktische Umsetzung der Bildungsziele die im Bildungsrahmenplan verankert sind.
Unser pädagogisches Planen und Handeln orientiert sich an den echten Bedürfnissen der Kinder. Mit viel Liebe und Humor, versuchen wir den Kindergartenalltag gemeinsam zu leben.
...in der pädagogischen Begleitung von Krippenkindern
Eine Kinderkrippe ist nicht als ein Kindergarten im Miniformat zu verstehen. Kinder im Kleinkindbereich haben andere Bedürfnisse, andere Entwicklungsaufgaben, benötigen andere Unterstützungsmaßnahmen und brauchen andere pädagogische Ansätze für eine gesunde Entwicklung. Damit sind sie dann für den Umstieg in den Kindergarten gut vorbereitet.
In der Kinderkrippe wird unter anderem nach den Konzepten von Maria
Montessori und Emmi Pikler gearbeitet.
Einige Ziele und
Fertigkeiten, die wir für die U3-Kinder anstreben:
· Die Selbsttätigkeit und Selbstständigkeit in Alltagssituationen
· Sauberkeitserziehung und Hygiene im Waschraum
· Das Üben von grob- und feinmotorischen Fertigkeiten
· Das Training aller Sinne
· Die Entwicklung von Respekt, Rücksicht und Empathie
· Die Fähigkeit zur sprachlichen Kommunikation
· Das Schulen des Konzentrationsvermögens, z.B. beim Vorlesen
· Erstes Sachwissen
· Sozialverhalten fördern (Gemeinschaft, Rücksicht, Teilen…)
Die Kinder müssen da abgeholt werden, wo sie in Ihrer Entwicklung gerade stehen, dann steht einer liebevollen, individuellen Förderung
der ganzheitlichen Entwicklung des Kindes nichts mehr im Wege.
Anhand von Portfolio Mappen werden besondere Momente jedes einzelnen Kindes dokumentiert.
Warum werden Feste in der Kinderkrippe im kleinen Rahmen gefeiert?
Die Kinder sollen ein Fest noch in vertrauter Umgebung und in einem überschaubaren Rahmen genießen. Somit können sie den Festinhalt auch verstehen, weil er genau auf ihre Altersgruppe abgestimmt ist.
In der Kinderkrippe sind Rituale, die sich täglich oder an bestimmten Tagen wiederholen sehr wichtig, denn sie geben den Kindern Sicherheit, Orientierung, Vertrauen und Geborgenheit.
Eingewöhnung der neuen Kinder im Kindergarten
Die Eingewöhnungsphase ist eine besondere Zeit
Für jedes Kind ist der Eintritt in den Kindergarten ein großes Ereignis, das sich für die einzelnen Kinder durch unterschiedliche Gefühle äußert.
Viele Neuankömmlinge werden von Neugierde und Entdeckungsfreude getrieben, andere wiederum sind ängstlich und scheu. Das hängt einerseits mit dem jeweiligen Charakter des Kindes zusammen, andererseits mit der Vorerfahrung der Kinder. Waren die Kinder schon in einer Betreuung, sei es bei einer Tagesmutter oder in einer Kinderkrippe, ist es meistens einfacher für sie, sich zu lösen.
Auch die positive Einstellung der Eltern trägt zu einer gelungenen Eingewöhnung bei. Die Kinder spüren diese positive Haltung dem Kindergarten gegenüber und können sich dadurch leichter lösen.
Eine sichere Ausgangsbasis ist eine wichtige Bedingung für den Übergang von der Familie in den Kindergarten. Hierzu gehören die Anwesenheit vertrauter Personen, am besten Mama oder Papa, aber auch ein vertrauter Gegenstand wie Puppe, Kuscheltier oder Schnuffeltuch. Bekannte Kinder im Kindergarten erleichtern den Einstieg ebenfalls. Wichtig ist, dass das Kind die Räumlichkeiten, die Erzieher und anderen Kinder schon kennengelernt hat und, dass die Eltern mit ihren Kindern über die Kindergartenzeit gesprochen haben. So können sie im Vorfeld den Tagesablauf im Kindergarten schildern und sich den Kindergartenalltag in Bilderbüchern mit dem Kind anschauen.
Außerdem ist die körperliche Verfassung ein wichtiger Faktor für eine gute Eingewöhnungsphase - ein kränkelndes Kind wird sich in der fremden Umgebung nicht wohl fühlen.
Damit sich ihr Kind langfristig im Kindergarten wohlfühlen kann, ist ein langsamer, sanfter Einstieg in den Kindergarten wichtig. Die Anwesenheitszeit wird in Absprache mit der Pädagogin ausgedehnt.
Wir wünschen allen Kindern und Eltern einen guten Start in den Kindergarten.
Eingewöhnung
der neuen Kinder in der Kinderkrippe
Der Übergang von der Familie in den noch neuen Lebensbereich Krippe, stellt für die Kinder eine besondere Herausforderung dar.
Um diesen Übergang optimal zu gestalten, bedarf es einer engen Zusammenarbeit zwischen den Eltern und dem Betreuungspersonal. Es ist sehr wichtig, dass eine Bezugsperson in den ersten 2-3 Wochen Zeit für die Eingewöhnung hat, falls das Kind diese Zeit braucht. Das Ziel ist, eine Bindung zu schaffen, die dem Kind inneren Halt, Schutz, Sicherheit, Geborgenheit und Urvertrauen bietet.
Um das Kind möglichst behutsam und stressfrei an diese erste längere Trennungsphase von den bislang wichtigsten Bezugspersonen heranzuführen, wird auf eine fachlich fundierte, gut vorbereitete und individuell ausgerichtete Eingewöhnungsphase nach dem „Berliner Eingewöhnungsmodell“ wertgelegt.
Bei dem Modell wird auf eine sanfte Eingewöhnung geachtet und der Ablauf ist folgendermaßen vorgesehen:
1. - 3. Tag: VERTRAUEN AUFBAUEN
Die Bezugsperson und das Kind lernen gemeinsam die Kinderkrippe, die Gruppe und das Team kennen. Dauer: 1 Stunde
4. Tag: TRENNUNGSVERSUCH
Das Kind bleibt gemeinsam mit dem Betreuungsteam in der Kinderkrippe. Die Bezugsperson wartet in der Zwischenzeit in der Garderobe, damit wir sie jederzeit holen können, falls das Kind sie braucht. Dauer: 30 Minuten
Ist der Trennungsversuch nicht geglückt, kommt die Bezugsperson wieder mit in den Gruppenraum. Dauer: 1 Stunde
Es wird am 8.Tag bei den Kindern, die eine längere Eingewöhnungszeit brauchen, ein neuer Trennungsversuch gestartet…
5. - 7. Tag: STABILISIERUNG
Wenn der erste Trennungsversuch erfolgreich war, wird nun die Zeit des Bleibens gesteigert. Die Bezugsperson sollte aber in der Garderobe bleiben falls das Kind sie braucht. Dauer: Wird auf das Kind abgestimmt.
8. - 9. Tag: SCHLUSSPHASE
Das Kind bleibt alleine in der Kinderkrippe. Die Bezugsperson ist telefonisch erreichbar und in der Nähe. Dauer: 4 Stunden
Eine schöne und ereignisreiche Zeit kann nun in der
Kinderkrippe beginnen.
Gelebte Elternarbeit
Unsere Arbeit im Kindergarten sehen wir als Ergänzung und Unterstützung für die Familie. Der partnerschaftliche Dialog und das gegenseitige Vertrauen ist ein wichtiger Grundsatz für uns.
Unsere gut funktionierende Elternarbeit drückt sich aus in:
· Elterngesprächen:
Während der gesamten Kindergartenzeit werden regelmäßig Elterngespräche geführt, um in ständigem Austausch zu bleiben.
· Elterninformationstafeln:
Die Eltern werden über die jeweilige Erlebnisgrundlage mit ihren Schwerpunkten und Zielen, Liedern und Sprüchen informiert. Außerdem werden wichtige Termine, Einladungen zu Festen und Elternabenden hier festgehalten.
· Themenbezogenen Kreativnachmittagen/abenden
· Informative Elternabenden:
Information über unsere pädagogische Arbeit, Tagesablauf und Schwerpunkte im Kindergarten
· Gemeinsamen Festen:
Erntedankfest, Laternenfest,
vorweihnachtliche Feier, Familienfest…
Transition
Wir legen Wert auf einen guten Kontakt und eine gute Zusammenarbeit zwischen Kindergarten und Volksschule, (z.B. Schnuppertag der Vorschulkinder) um den Kindern einen problemlosen Übergang in die Schule zu ermöglichen.
Der Begriff „Schulvorbereitung“ bedeutet für uns die ganzheitliche Förderung des Kindes während seiner gesamten Kindergartenzeit.
In den jeweiligen Kindergartengruppen gibt es noch zusätzlich eigene Angebote für die Vorschulkinder.
